Horst Gerloff, Peer Stein, Gernot Schlüter und Dieter Kuhnert (v.l.n.r.) fachsimpeln über die alten Schätzchen.

 

60 Jahre die Hand am Kameraauslöser

 

Sechzig Jahre lang Filme drehen, vorführen, lokale Ereignisse festhalten, Filmfestivals ausrichten. So muss man die vergangenen sechs Jahrzehnte des Lippischen Amateur-Film- und Video-Clubs (LAFC) beschreiben. Nun konnte Clubvorsitzender Dieter Lönneker im Vereinslokal „Hiddeser Hof“ 34 Mitglieder und Gäste zur Jubiläumsfeier begrüßen. Unter ihnen auch Weggefährten aus den Anfangstagen des Vereins. Helmut Viehmann, Günter Düning und Liselotte Heldmann mit den Mitgliedsnummern drei, fünf und neun, waren naturgemäß die begehrtesten Gesprächspartner an diesem Abend.

In einem kurzweiligen Vortrag zeichnete Vorsitzender Dieter Lönneker den Werdegang des Vereins auf. Im Dezember 1949 gründete sich unter der Leitung von Erhard Rusche die Arbeitsgemeinschaft Detmold. Ein Vierteljahr später trat der Verein unter dem Namen „Amateur-Filmverband-Detmold“ dem Bund Deutscher Film-Amateure e.V. bei. Die Presse schrieb damals: Nun ist auch in Detmold eine Arbeitsgemeinschaft des Bundes Deutscher-Film-Amateure ins Leben gerufen worden. Der Bund will den Schmalfilm 8mm und 16 mm fördern und seinen Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auf einer Werbeveranstaltung zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft Detmold kamen im Beisein von Amateuren aus ganz Lippe zum Teil sehr gute Amateur-Filme zur Aufführung. Besonders einige Farbfilme zeigten wundervolle Aufnahmen aus Detmold und Umgebung.

Anfang Februar 1954 zerfiel der Verein. Kurz darauf, am 14. Februar 1954 der Neuanfang. Josef Eckmann, August Grauting, Erwin Haack, Heinz Korff, Egon Schnittger, alle aus Detmold sowie Dr. Fritz Paulsdorff aus Hiddesen und Erich Schau aus Lage gründeten den „Lippischen Amateur-Film-Club e.V. Jeder konnte, ob mit oder ohne Kamera, dem Klub beitreten. Heinz Sommerkorn übernahm 1955 von Heinz Korff die Vereinsführung. Ab 1964 leitete Dr. Gottfried Spicher bis zu seinem Tod den Verein 34 Jahre lang. Die Erfolgsgeschichte des Vereins setzte sich unaufhaltsam fort. Viele Preise belegen dies. Oft waren die Mitglieder auch für die örtliche Chronik tätig. Von 1980 bis 1991 bestand eine enge Partnerschaft mit dem Hasselter-Filmclub aus Belgien. In diesem Zeitraum, bedingt durch die Zunahme der Videofilmer, erfolgte 1983 die Namensänderung in „Lippischer Amateur-Film- und Video-Club e.V.“. Peter Stefanski und Dr. Dorian Weipert führten in Folge den Verein. Allerdings macht auch der Wandel vor diesem Klub nicht halt. Hatte der Verein in den besten Zeiten bis zu 70 Mitglieder, so waren es 1979 nur noch 55 und 2004 zum 50-jährigen Jubiläum zählte der Verein noch 35 Mitglieder.

Vorsitzender Lönneker führte weiter aus, dass auch im Zeitalter von HD und Smartphone-Videos die gleichen Gesetze für gute Filme gelten. Denn davon überzeugen sich immer wieder Mitglieder und Besucher auf den Clubabenden und freuen sich über die Hilfestellung der Filmexperten.

Eine gelungene Filmschau mit Beiträgen aus den Jahren 1954 bis 2014 rundete das Programm ab. Danach fielen oft die Worte an den Tischen: „Sag doch mal. wie war das noch, damals?“

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Lippischer Amateur-Film-und Videoclub e.V,